Pressespiegel

14.06.2024 10:06 Alter: 7 days

Ein irgendwo von dazumal -Die sechs Leben der Mascha Kaléko

Am Freitag, 14. Juni um 19.00 Uhr lädt der Förderverein Dortmund-Marten und Germania e.V.  in die Nachbarschaftswerkstatt Meilenstein, In der Meile 2, in Marten, zu dem heiter-melancholischen Programm „Ein irgendwo von dazumal – die sechs Leben der Mascha Kaléko“ von und mit Kriszti Kiss herzlich ein.

Mascha Kaléko wurde mit Erich Kästner und Joachim Ringelnatz oft verglichen. In ihren mitreißenden Rezitationen macht die Künstlerin Kriszti Kiss klar, warum das so ist. Darüber hinaus wird die Zeit deutlich, in der Mascha Kaléko lebte und schrieb, die sie auch in ihren Chansons und Prosatexten verarbeitet hat.

Der Geburtstag der galizischen, österreichisch-ungarischen, polnisch-jüdischen und deutschsprachigen Autorin Mascha Kaléko (geb. Golda Malka, 1907-1975)

 jährte sich am 7. Juni zum 117. Mal.

Mascha Kaléko wurde am 7. Juni 1907 in Galizien – damals noch ein Teil der k. und k. -Monarchie in Österreich-Ungarn– geboren, in Chrzanów, einem Städtchen zwischen Kraków und Katowice, in der Nähe einer anderen Kleinstadt, die fünfunddreißig Jahre später berüchtigt wird: Oswiecim – Auschwitz. Sie heißt Golda Malka Engel und ist das erste Kind von Rozalia Chaja Reisel Aufen und Fischel Engel.

Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs – sie ist sieben Jahre alt –verlässt die Familie Aufen-Engel fluchtartig Galizien und die auseinanderbrechende Habsburger Monarchie.

1929 veröffentlichte Mascha Kaléko erste Kabarett-Gedichte, die im heiter-melancholischen Ton die Lebenswelt der kleinen Leute und die Atmosphäre im Berlin ihrer Zeit widerspiegeln. Ab 1930 wirkte sie beim Rundfunk und im Künstlerkabarett mit.

Bald wurden ihre Bücher als „schädliche und unerwünschte Schriften“ von den Nationalsozialisten verboten. Sie emigrierte mit ihrer Familie im September 1938 in die Vereinigten Staaten. 1939 veröffentlichte sie Texte in der deutschsprachigen jüdischen Exilzeitung Aufbau

Nach dem Krieg fand Kaléko in Deutschland wieder ein Lesepublikum. Das Lyrische Stenogrammheft wurde erneut von Rowohlt erfolgreich verlegt (1956), danach auch die Verse für Zeitgenossen; beide kamen auf die Bestsellerlisten.

Charakteristisch für Mascha Kalékos Arbeit ist die Großstadtlyrik mit ironisch-zärtlichem, melancholischem Ton. Ihre prominentesten Exil-Werke erzählen von ihrer Flucht vor dem nationalsozialistischen Regime und den damit verbundenen Gefühlen der politischen Vertreibung, ausgehend vom antisemitischen Gedankengut der NSDAP.

Kriszti Kiss, in Budapest geboren, erwarb dort ihr Schauspiel-Diplom an der Staatlichen Hochschule für Schauspielkünste. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland spielte sie große Rollen u.a. an den Stadttheatern Aachen, Hagen, Oberhausen, am Landestheater Neuss und am Schloßtheater Moers. In den letzten Jahren arbeitet sie – neben vielfältigen Aufgaben in freien Theaterproduktionen – vor allem als Kabarettistin, Chansonsängerin und Rezitatorin. 

Als Kabarettistin ist sie der großen ungarischen Tradition dieses Genres verpflichtet. 

Anmeldungen werden erbeten unter info@dortmund-marten.de

Für den Eintritt gilt: Jeder gibt so viel, wie er möchte, als Spende.