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MEHR WOHNRAUM FÜR MARTEN

(Beschluss des Martener Forums vom 26. Juni 2019)

 

Der Vorort Dortmund - Marten einschließlich Germania-Siedlung wird zurzeit von  9.676 (Stand: 2017) Menschen bewohnt. Unser Ziel ist es, kurzfristig die Einwohnerzahl auf über 10.000 zu erhöhen, um damit an dem allgemeinen Aufwuchs der Stadt beteiligt zu werden.

Mittelfristig sollte die Zahl von 12.340 Einwohner aus dem Jahre 1914 wieder erreicht werden. Dabei ist uns bewusst, dass sich die damals noch eigenständige Gemeinde Marten räumlich weiter ausdehnte als heute. 

Während in anderen Teilen des Stadtbezirk Lütgendortmund durch laufende Bebauungspläne die Chancen auf mehr Wohnraum bestehen, ist dies in Marten nur im Bereich des geplanten ALDI Neubau möglich. Bisher hat der Investor seine ablehnende Haltung noch nicht korrigiert.  

In den vergangenen Monaten ist mehrfach die Aufforderung ergangen, "die Martener" sollten eigene Vorstellungen zur Lage auf dem Wohnungsmarkt erarbeiten; dies ist ein erster Versuch. 

Um mehr Wohnraum zu erhalten, könnten folgende Maßnahmen hilfreich sein: 

  • die Stadtverwaltung sollte prüfen, welche städtischen Grundstücken zum Wohnungsbau geeignet sind. 

  • auch die städtische DOGEWO 21 und andere gemeinnützige oder private Baugesellschaften  sollten prüfen, welche Grundstücke zum Wohnungsbau herangezogen werden können. Bei der DOGEWO 21 könnte es hilfreich sein, die Überschüsse nicht an die Holding abzuführen sondern zu Investitionen in Neubauten zu nutzen. Dabei ist daran zu erinnern, dass trotz der sozialen Lage der Martener Bevölkerung das Angebot an Wohnungen im "sozialen Wohnungsbau" deutlich zu gering ist. 

  • Das Studierendenwerk und gemeinnützige  wie auch private Investoren sollten auf die Chancen hingewiesen werden, die sich für studentisches Wohnen in Marten als dem "Vorort der Dortmunder Hochschulen" ergeben. 

  • die Sparkasse Dortmund und andere Töchter sollten beim Verkauf von Grundstücken sicherstellen, dass bestehender Wohnraum nicht vernichtet sondern stattdessen  das Angebot von weiterem Wohnraum gefördert wird. 
  • "Problem Häuser" (Häuser die bautechnisch oder bauphysikalisch gefährdet und damit dem Wohnungsmarkt entzogen sind) sollten saniert oder abgerissen werden 

  • durch die baldige Umsetzung der Vorstellungen zum "Grün Raum Marten" sollte die Verbindung zwischen den Ortsteilen gestärkt und das Wohnen in Marten attraktiver gemacht werden. Hier wäre es hilfreich bald möglich einen Förderantrag aus dem Bund/ Länder Programm "Zukunft: Stadtgrün" zu stellen 

  • es sollte deutlich werden, auf welchen Flächen zukünftig der Einzelhandel in Marten entwickelt und ertüchtigt werden kann. 

  • Anhand des Baulückenkatasters  sollten Neubaupotentiale im Raum Marten auch klein räumig transparent gemacht werden 

  • Bauanträge, die die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum zum Ziel haben, sollten bei der Bearbeitung bevorzugt werden; dies gilt insbesondere, wenn durch den Ausbau von Dachgeschossen neuer Wohnraum entstehen kann. 

  • Eigentümern  leerstehender Ladenlokale sollten Informationen vermittelt werden, wie diese Flächen zum Beispiel zu Wohnraum für Senioren umgebaut werden können; es ist zu prüfen, ob nicht eine Anlaufstelle ("Clearingstelle") eingerichtet werden kann, bei der in einem ersten Durchgang die beabsichtigte Planung auf Realisierungschancen überprüft wird. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Mehrzahl der Eigentümer gar nicht in Marten wohnt. 

  • Die Bezirksvertretung Lütgendortmund wird gebeten, diese Empfehlungen zur weiteren Bearbeitung an Rat und Stadtverwaltung weiter zu leiten. 

  • Der AK "Planen und Bürgerbeteiligung" wird gebeten,  weitere Chancen und Risiken für das Wohnen in Marten zu bewerten; dabei soll insbesondere auch das aktuelle Datenmaterial zur Bevölkerungsstruktur in Marten analysiert werden.

Animation zum Abschlussbericht: Verbesserung der Umweltgerechtigkeit am Beispiel Dortmund Alt-MartenImplementierung multifunktionaler Grünräume
Autorinnen: Franziska Bramann, Theresa Günther, Katja Hofmeister, Julia von der Decken 

    

 

 

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